Jeder Kilometer erzählt eine Geschichte…
Wie einst die großen Entdecker dieser Welt fühlen auch wir uns berufen ferne Länder zu entdecken und fremde Kulturen kennen zu lernen. Deshalb nahmen wir wieder all unseren Mut und unsere Tapferkeit zusammen und steuerten als erstes nach Franken, genauer gesagt nach Oberfranken. Der Stellplatz am KorbCamp in der „deutschen Korbstadt“ Lichtenfels ist der erste Stopp. Wir beginnen den nächsten Tag mit einem Stopp am Kloster Banz mit seiner wunderschönen Barockkirche und verweilen danach lange im Korbmuseum in Michelau. Nach dem Wasserschloss Mitwitz und der Gedenkstätte zur „ehemaligen Grenze“ finden wir an der Ardesia Therme in Bad Lobenstein, in Thüringen, einen Stellplatz.
„Little Berlin“, das Dorf Mödlareuth und das neue deutsch-deutsche Museum stehen heute als erste Besichtigungspunkte an. Zufällig fahren wir anschließend am ältesten Straßenrundkurs Deutschlands, dem Schleizer Dreieck, vorbei. Das schauen wir uns genauer an, bevor wir an der größten Ziegelsteinbrücke der Welt, der Götzschtalbrücke, in Sachsen parken. 26 Millionen Ziegelsteine an einem Bauwerk sind wirklich beeindruckend. Den Tagesabschluss machen wir in der Stadt Adorf. Adorf war einst das Zentrum der deutschen Perlmutterwarenherstellung und aus diesem Grund wurde hier am 22.9.2025 ein Erlebnismuseum eröffnet. Unser heutiger Übernachtungsplatz ist der Stellplatz am Hotel Forstmeister in Schönweid im Erzgebirge.
Ein Aufstieg auf die Greifensteine lassen wir uns nicht entgehen. Danach fahren wir zum Schloß Moritzburg, dem wohl schönsten Wasserschloss Sachsens und erreichen
von dort das Land des Sorben. Die Sorben sind in der Lausitz heimisch und haben ihre eigene Sprache, Kultur und Traditionen.
Unser Übernachtungsplätzchen ist in Sachsen am Strand vom Dreiweibernsee bei Lohsa.
Jede Region hat ihre Geschichte und ihre Gegenwart. Und nach soviel Geschichte schauen wir uns den Braunkohleabbau in Nochten an. Vom „Turm am schweren Berg“ hat man einen guten Rundumblick. Danach geht es zur Rakotzbrücke, auch als „Teufelsbrücke“ bekannt, im Kromlauer Park im kleinen Ort Gablenz. Die halbe Brücke ergibt mit der Spiegelung im Rakotzsee einen kompletten Kreis, ein phantastisches Fotomotiv. Noch schnell am „Tropical Island“ vorbei und dann zum Wohnmobilhafen am Finowkanal am südlichen Rand der Uckermark.
Gut ausgeschlafen kaufen wir im Hofladen des Ökodorfs Brodowin für die nächsten Tage unseren Proviant ein. Danach fahren wir weiter an das Zisterzienserkloster Chorin und den Kaiserbahnhof Joachimsthal. Die Straßen führen durch wunderschöne Wälder und Alleen. Der Kaiserbahnhof wurde von Kaiser Wilhelm II. in Auftrag gegeben, damit die Hof- bzw. Jagdgesellschaften von den kaiserlichen Salonwagen in Kutschen umsteigen und bequem auf kurzem Wege zum Jagdschloß Hubertusstock am Rand der Schorfheide gelangen konnten.
Nach einem gemütlichen Aufenthalt in der Naturtherme Templin lassen wir den Abend am gleichnamigen Stellplatz ausklingen.
Von Sachsen geht es heute weiter nach Brandenburg zur Stadt Prenzlau, die in der Uckermark liegt. Hier wurden für das neue Kirchengewölbe in der St. Marien Kirche lediglich 120.000 Ziegelsteine verarbeitet. Noch ein Foto der Heiliggeistkapelle und des Mitteltorturms und weiter gehts nach Wolfshagen, dem wohl bekanntesten Ort in der Uckermark. Heute fahren wir zum Campingplatz „am Wiesenrand“ in Ahlbeck für die kommenden drei Tage.
Von hier aus starten wir die Erkundungstouren in die ältesten Seebäder auf Usedom:
Ahlbeck, das älteste Seebad mit der ältesten Seebrücke. Heringsdorf, das „Nizza der Ostsee“ und Bansin, dem jüngsten Kaiserbad. In allen drei Orten gibt es zahlreiche wunderschöne alte Villen zu sehen, die sich von perfekt restauriert bis zu völlig baufällig zeigen. Wir haben die Tage in vollen Zügen genossen und auch unsere Klapp-E-Bikes sind zum Einsatz gekommen.
Anschließend zieht es uns weiter auf den Campingpark Kühlungsborn. Mit angenehm-salzigen Seewind im Gesicht radeln wir von Deutschland an die Grenze von Polen und am nächsten Tag nach Heiligendamm. Heiligendamm ist der älteste Seebadeort Deutschlands und Kontinentaleuropas. Durch den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 erlangte der Ort internationale Bekanntheit.
Als nächstes statten wir der UNESCO-Welterbe-Stadt Wismar einen Besuch ab. Jetzt sind wir in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Vor der Hafenrundfahrt muss natürlich das obligatorische Fischbrötchen gegessen werden. Die Rundfahrt ist kurzweilig und man entdeckt die Stadt aus einer neuen Perspektive. Den Überseehafen, das Holzterminal, das 300-to Betonschiff, die Schwedenköpfe, die Insel Poel und noch mehr. Danach geht es zu Fuß in die Stadt. Zum imposanten Marktplatz, den prachtvollen Bürgerhäusern, der Wasserkunst, der Marienkirche von der nur noch der Turm steht und das wichtigste Highlight: die Heilig Geist Kirche, deren Tor als Kulisse für die Fernsehserie SoKo Wismar dient. Soviel Meter zu Fuß machen doch ganz schön müde und fallen in unsere Betten am Wohnmobilpark Westhafen.
Im „Neuschwanstein des Nordens“, dem Schloss Schwerin finden wir am Folgetag nicht nur ein historisches Gebäude mit einem 25 Hektar großen Barockgarten. Es ist auch ein lebendiger politischer Ort. Seit 1990 tagt hier das Parlament des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Schloss Ludwigslust in Ludwigslust besuchen wir direkt im Anschluss. Hier beeindruckt nicht nur das Schloss, sondern auch der ungewöhnliche Kirchenbau mit dem kolossalen Altargemälde mit 350 qm bemalter Fläche. Interessant ist hier, dass aus Geldmangel ein Großteil der Dekorationen, Deckenrosetten und Verzierungen aus dem berühmten Ludwigsluster Papiermaché als Ersatz für das viel zu teure Marmor, Gold und Bronze täuschend echt eingesetzt wurde. Am Tagesende beziehen wir in der Hansestadt Havelberg einen Parzelle auf dem „Camping Havelberg Spülinsel“ in Sachsen-Anhalt.
Es geht immer weiter Richtung Süden. Vorbei am Kleinhaldenareal Polleben und Eisleben (Geburts- und Sterbeort von Martin Luther) erreichen wir den Kyffhäuser Geopark mit dem faszinierenden 81 Meter hohen Kyffhäuser Denkmal mit dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. Unter dem monumentalen Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. sitzt Friedrich I. „Barbarossa“ aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. Friedrich Barbarossa entwickelte sich im Rahmen der deutschen Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts sich zum nationalen Mythos.
Spontan entscheiden wir noch die thüringische Landeshauptstadt Erfurt zu besuchen. Die wunderschöne Altstadt betrachten wir als erstes vom Ägidienkirchturm aus. Danach geht es über dir berühmte Krämerbrücke, das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Die Brücke ist sogar 20 Jahre älter als die Ponte Veccio in Florenz. Über den Benediktplatz, zum Rathaus am Fischmarkt geht es weiter zum Domplatz. Nach der Besichtigung des Hohen Dom St. Marien zu Erfurt, fuhren wir mit dem gläsernen Fahrstuhl zur Zitadelle Petersberg hoch. Nach 12 Minuten Fahrrad fahren sind wir zurück auf dem Camping Park Erfurt.
Am nächsten Tag geht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Gotha. Wir genießen eine Stadtführung mit Carmen und Sven. Gotha ist ein wunderschöner Ort mit einer imposanten Schlossanlage und vielen herrlich restaurierten Bauwerken. Hier war auch die Gründung der Gothaer Versicherung und des Deutschen Versicherungswesens. Ein Tag mit traumhaften Sonnenschein neigt sich auf dem Campingplatz zu Ende.
Die vorletzte Etappe steht an, durch den Thüringer Wald in die Rhön. Schon morgens spüren wir einen deutlichen Kälteeinbruch und beim Aufstieg auf die Plattform „Noahs Segel“. Deshalb geht es zügig weiter zur Wasserkuppe. Auch hier spazieren wir bei eisigem Wind auf dem Rundweg und genießen den einzigartigen Panoramablick. Am Radom und dem Segelflugzeugmuseum vorbei geht es zügig wieder in unseren Duci und zum Wohnmobilstellplatz Forellenhof Reuß in Hammelburg. Jetzt sind wir schon in Bayern. Von hier geht es nun nach Hause.
Davor machen wir noch einen Abstecher bei der Erdfunkstelle in Fuchsstadt, eine der größten Satelliten-Kommunikationsanlagen der Welt. Hier stehen 50 Parabolantennen, davon haben 2 Antennen einen Durchmesser von 32 Metern und etwa 25 weitere Antennen einen Durchmesser von mehr als 9,3 Metern. So kommen wir mit unglaublich vielen Eindrücken und Bildern wieder in unserer Heimat in Baden Württemberg an.
Schön war’s! Und nach dem Urlaub ist ja bekanntlich vor dem Urlaub :-)
Übernachtungen:
Lichtenfels = Stellplatz (KorbCamp)
Bad Lobenstein = Stellplatz (an der Ardesia Therme)
Schönweide = Stellplatz (Hotel Forstmeister)
Lohsa = Stellplatz (Dreiweibernsee)
Finowfurt = Stellplatz (Wohnmobilhafen am Finowkanal)
Templin = Stellplatz (an der Natur Therme)
Ahlbeck = Campingplatz (Am Wiesenrand)
Kühlungsborn = Campingplatz (Campingpark Kühlungsborn)
Wismar = Stellplatz (Wohnmobilpark Westhafen)
Havelberg = Campingplatz (Camping Havelberg Spülinsel)
Erfurt = Stellplatz (Camping Park Erfurt)
Hammelburg = Stellplatz (am Forellenhof)
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