Pyrenäen gehen einfach immer...

Nachdem Andreas aus der Reha wieder zu Hause war, haben wir die Urlaubsplanung kurzfristig angegriffen. Beim Blick auf die Wetterkarte waren die Vorhersagen für die Richtungen, die für ins in Frage kamen, ziemlich gleich. Deshalb sind wir einfach mal los mit dem Grobplan „Italien oder Frankreich wird’s wohl werden“ und haben uns bis nach Aosta mit der Entscheidung Zeit gelassen. 

 

Die Entscheidung, dass wir uns Richtung Pyrenäen bewegen werden, führte uns zur Station in Susa. Dort fuhren wir unter anderem den Klassiker „Assietta-Kammstraße“ und haben ihre grandiosen Ausblicke genossen, die einem aufgrund der Höhenlagen zwischen 2.000 und 2.500 Meter verlaufenden Route zwangsläufig eröffnet werden. Von dort aus boten sich das Hochplateau des Mont Cenis oder der Col de Galibier als zu befahrende Ziele perfekt an. 

 

In den folgenden Tagen ging es weiter über den Col d’Izoard und den Mont Ventoux in die Cevennen. Eines der Highlights war dort die Befahrung des Cirque de Navacelles. Ein beeindruckendes Meisterwerk der Natur, an dem sich das Flüsschen "Vis" 400 Meter tief in die dortige Karstlandschaft eingegraben hat

Langsam rückten wir immer näher an Andorra ran. Obwohl Andorra nur 468 Quadratkilometer groß ist, recken sich doch mehr als 60 Gipfel mit über 2.000 Meter in den Himmel. Das heisst für uns jede Menge Fahrspaß und tolle Aussichten. Der  Besuch des „Denkers“ am „Mirador de Rot de Quer“, „La Noblesse du Temps" von Dali und des Santuari de Meritxell sind obligatorisch. Port de Lers (1519m), Col de Latrape (1110m), Col de Port (1250m), Pal Arsinal, Coll de la Batello, Port de Cabúz (2305m) usw. sind Punkte auf wunderschönen Touren für herrliche Ausblicke. Der Tagesabschluss über Schotter zur Anfahrt des „Rattenlochs“ (Port du Rat 2386m) über den Ordino - Acralis war auch genau das Richtige für uns. 

 

Getreu dem Motto „der Weg ist das Ziel“ sind wir weiter nach Biescas gezogen und haben noch mehr berauschende Erfahrungen von überraschend sich öffnenden Tälern, felsigen Abgründen Schluchten und Hochplateaus auf dem Weg mitgenommen. Wir genossen einen phantastischen Tag über den Col d’Aubisque (1709m), Col du Soulor (1474m), Plateau de Bénou (860m), Col de Marie Blanque (1035m), Col d’Ichère (674m), Col de Lie (600m), Puerto de Laurrau (1573m), Col d’Erroymendi (1.362m), Valleé de Barétous  usw. und wurden mit traumhaften Ausblicken mehr als belohnt. 

 

Die großen bekannten Pässe aus den Pyrenäen wie unter anderm den Tourmalet haben wir bewusst ausgelassen, denn hier waren wir bereits im Frühjahr 2019 sowie bereits vor 2 und vor 10 Jahren. 

Die Fahrt mit dem „Petit train d’Artouste“ als Alternative zur Motorradtour ist ein echt empfehlenswertes Erlebnis. 

 

An unserem letzten Tag in den Pyrenäen fuhren wir über das landschaftlich reizvolle Valle de Roncal, den Alto de las Coronas (951m) zur Foz de Arbayún. Noch einmal über den Puerto Larrau und den Col d’Erroymendi dann weiter über den Col de Bargagui (1.327m) und den Col de Burdincurutcheta (1135m) in des bekannte Örtchen St. Jean Pied de Port. 

 

Von dort startete die Rückreise an den Mäandern des Lot entlang. An den schönsten Orten wie Luzech, Latoulzanie und Montpeyroux sowie in den „schärfsten“ Orten Laguiole und Thiers mussten wir Zwischenstopps einlegen. An unserem letzten Abend in Crozet wurden wir noch einmal mit einer grandiosen Aussicht auf die Berge belohnt, allerdings hat es ab da angefangen zu regnen.

 

Die letzten Kilometer nach Hause waren zum Teil feucht, aber vermutlich hat der Himmel mit uns geweint, da wieder einmal eine intensive und unvergleichliche Reise für uns zu Ende ging

 

Nachfolgend unsere Auswahl der „Best of“  von all unseren tollen Erlebnissen, damit Ihr euch einen Eindruck verschaffen könnt. 

 

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