Diesen Sommerurlaub ging es in den Norden mit dem ersten Zwischenstop in Polsum. Dort haben wir den Geburtstag von Björn mitgefeiert und nach dem Wochenende ging es weiter in die Lüneburger Heide zur Heideblüte. Allerdings war die Blütezeit dieses Jahr deutlich früher und somit war schon einiges verblüht. Trotzdem ist es eine wunderschöne Gegend, in der man super Fahrrad fahren kann und viele Sehenswürdigkeiten besuchen kann. Ganz Besondere sind das verrückte Haus in Bispingen, sowie das „Iserhatsche - Heidekastell“. Die Shihalle „SnowDome“ haben wir ausgelassen…
Auf der Weiterfahrt nach Plön bot sich Deutschlands größtes Schiffshebewerk Lüneburg/Scharnebeck zur Besichtigung an. Zwei Wasserwannen (Tröge) arbeiten unabhängig voneinander und überwinden in ca. 3 Minuten einen Höhenunterschied von 38 m. Das Gewicht eines wassergefüllten Troges mit 100 m nutzbarer Länge, 11,80 m Breite und 3,40 m Wassertiefe beträgt mit oder ohne Schiff immer 6000 t, da die Schiffe beim Ein- und Ausfahren so viel Wasser aus dem Trog verdrängen wie sie selber wiegen. Ein Trog ist aktuell für Reparaturarbeiten außer Betrieb. Das Tagesziel war der Campingplatz Spitzenort in Plön. Von dort aus haben wir die Gegend mit dem e-Bike erkundet. Auf dem 5-Seen-Radweg bis nach Bad Malente haben wir einen Zwischenstopp auf Gut Rothensande eingelegt. Früher bekannt als der „Immenhof“, heute ist es eine Hotelanlage mit Restaurants, Hofläden und einem Anleger der Kellerseefahrer. Hier und in der Umgebung wurden die Immenhof-Filme aus den 50er Jahren gedreht.
Unsere nächste Übernachtungsstation ist Rendsburg direkt am Nordostseekanal und wir können in perfekter Lage Schiffle kucken. Der Ausblick geht auch zur Eisenbahnhochbrücke mit 42 Metern lichter Höhe und die liebevoll die „eiserne Lady“ genannt wird. Spricht man von der Eisernen Lady, gehört untrennbar die Schwebefähre dazu, die an Stahlseilen hängend Autos, Radfahrer, Fuhrwerke und Fußgänger über den Kanal befördert. Alle paar Minuten überquert die Schwebefähre den Kanal, wobei die Schiffe immer Vorfahrt haben. Eine Fahrt durch den Nordostseekanaltunnel ist selbstredend.
Nach Kanal folgt Meer: Sankt Peter Ording, der größte Ort der Halbinsel Eiderstedt, liegt direkt an der Nordseeküste und ist das nächste Ziel. Schon am ersten Tag werden wir mit einem Traumwetter empfangen, allerdings sind die windigen Abende schon sehr frisch. Zum Leuchtturm von Westerheverund und an weitere schöne Orte rund um Sankt Peter Ording fahren wir mit den Rädern und genießen bei dem Wind unseren elektrischen Antrieb ;-).
Natürlich wollen wir die 20minütige Fahrt mit der Fähre von Glückstadt nach Wischhafen nehmen. Allerdings mussten wir dafür zwei Stunden in der Autoschlange warten. Aber das war es uns wert um Cuxhaven zu erreichen. Dort gibt es auf wenigen Quadratkilometern alles: Strand, Watt, Heide, Wald, Hafen, maritimes Flair, Pferderennen auf dem Meeresboden – nur keine Berge. Die höchste Erhebung hier ist der Deich oder die Altenwalder Höhe (37,5 m üNN).
Anschließend zieht es uns nach Bremerhaven, die größte - und Autoterminal. Danach besichtigen wir das Deutsche Auswandererhaus und erleben die historischen
Lebensgeschichten von Auswander und Einwander. Ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis.
Danach traten wir die Heimreise an. Das Wetter schlug um und somit war der letzte Zwischenstopp am Edersee bei Waldeck.
Übernachtungen:
St. Goar: Camping Loreley Blick
Marl-Polsum: privat
Schneverdingen-Heber: Camping-Park Lüneburger Heide
Plön: Naturcamping Spitzenort
Rendsburg: Stellplatz am Kanal-Cafe
St. Peter-Ording: Camping SPO
Cuxhafen: Camping Beckmann Duhnen
Bremerhaven: Stellplatz am Schaufenster
Edersee: Stellplatz Edersee Alm
